Familienbegleitung stellt eine intensive Hilfe dar, die aber auch oftmals einen unspezifischen Charakter hat. Es besteht oft ein aktueller Klärungsbedarf, dass heisst die Hilfe fällt nach subjektiver Einschätzung der betreuenden Fachkräfte schwer - dies kann ein Anzeichen auf eine besondere Komplexität von Problemen in ein und derselben Familie sein. Ein weiterer Grund ist eine jahrelange Betreuung in der Perspektiven und neue Problembehandlungen oftmals schwerfallen. Hier greift die sozialpädagogische Familiendiagnose ein, indem sie anhand gezielter und strukturierter Interviews von verschiedenen Familienmitgliedern, Ressourcen und Konfliktthemen aus Sicht der Klienten herausarbeitet. In einem erfahrenen Team werden diese dann zu sozialpädagogischen Aufgabenstellungen formuliert und ein alltagstauglicher, resourcenorientierter Hilfeplan erstellt.
Das Konzept der Sozialpädagogischen Familiendiagnosen baut auf denSozialpädagogischen Diagnosen für Kinder und Jugendlichen auf. Es stellt ebenfalls die Selbstdeutungen insbesondere der erwachsenen Familienmitglieder in den Vordergrund. Im Mittelpunkt der Fallanalyse stehen die Sichtweisen und Lebensbeschreibungen der Befragten. Anhand der Selbstäußerungen der Betroffenen wird die Familienthematik rekonstruiert und aus diesen Sozialpädagogische Aufgabenstellungen bezogen, welche sich im Unterschied zu anderen Diagnosen auf das „Alltagsmanagement“ konzentrieren.
Die Kosten für eine Sozialpädagogische Familiendiagnose belaufen sich zwischen Fr. 400. - Fr. 500.- je nach Aufwand.